Erstellt am 20. Juni 2008 12:11 von
Andrea
Nicht nur in Österreich ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz ein sehr aktuelles Thema. Im Wirtschaftsblatt vom 20. Juni 2008 steht ein Artikel über die Frauenquote in Unternehmen. Dieser Artikel enthält einen Kommentar von der Rechtsanwältin und Forschungsassistentin der WU, Katharina Zechner, wie einzelne Länder das Thema handhaben:
Schweden: Bei börsenorientierte AGs müssen laut Gesetzesentwurf mind. 40 Prozent jedes Geschlechtes vertreten sein. Ansonsten gelten 16.000 Euro Strafe.
Finnland: Gesellschaften, die in staatlichen oder kommunalen Besitz stehen, beabsichtigen ebenfalls eine 40-Prozent-Quote. Für private Kapitalgesellschaften gibt es keine Quote.
Spanien: sowohl staatliche als auch private Kapitalgesellschaften haben einen Rahmen von 40 – 60 % in dem die Quoten liegen müssen.
Frankreich: Hier sollten mind. 20 Prozent und max. 80 Prozent Frauen oder Männer sein. Dies ist aber inzwischen vom Verfassungsgerichtshof als verfassungswidrig aufgehoben.
Deutschland: keine Quote. Aber die Frauenfreundlichkeit von Großunternehmen wird vom Gender-Dax Index bewertet.
Österreich: keine Quote. Vergeben aber auch Auszeichnungen im Rahmen: „Österreichs Beste Arbeitgeber“ und Sonderpreise für „Beste Arbeitgeber für Frauen“
Interessant dazu ist auch die Studie von McKinsey, in welcher 89 multinationale Konzerne mit einem überdurchschnittlich hohen Frauenanteil im Top Management untersucht wurden. Das Ergebnis lautet, dass diese Unternehmen eine um 10 % höhere Rendite erzielen als der Branchendurchschnitt.